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Quelle WDR
Online seit 3/19/09
Verfügbar bis 3/19/10
Die 'Ossietzky'-Affäre. Die Carl von Ossietzky Schule' in Berlin Pankow ist eine Eliteschule des DDR-Bildungssystems. Hier geht z. B. auch Karsten Krenz zur Schule, der Sohn von Egon Krenz, dem späteren Generalsekretär der DDR. Seit 4 Wochen erst ist der 16jährige Philipp Lengsfeld Ende 1988 Schüler an dieser Schule. Überraschend hatte der Schuldirektor nach einem Wunsch der FDJ die Genehmigung erteilt, eine Speaker's Corner' im Schulgebäude einzurichten. Auf dieser Wandzeitung sollten Schülerinnen und Schüler öffentlich und unzensiert ihre Meinung äußern dürfen. Philipp Lengsfeld und andere nutzten diese Freiheit um politische Aussagen aufzuhängen. Sie wollten über die Bewegung der polnischen Solidarnosc, aber auch über den zunehmenden Rechtsextremismus in der DDR diskutieren. Sehr schnell wurde das Angebot der Schule von oben' verboten - der Direktor der Schule entmachtet' und der Schüler Philipp Lengsfeld von der Schule verwiesen! Für die damalige DDR ein großer Skandal, der intern zur Staatsangelegenheit aufstieg.
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